Handaufzucht
| Falls der Mutter
doch etwas passieren sollte oder sie nicht ausreichend Milch hat, ist es gut zu wissen, wie man die Babys mit der Hand
aufziehen kann. Bitte auf keinen Fall zu früh eingreifen! Das Beste für
jedes Baby ist die Muttermilch! Außerdem braucht es viel Zeit und Geduld.
Wenn sich eine Amme finden lässt, ist dies immer vorzuziehen.
Es gibt Aufrecht-Trinker oder Zwergies, die am liebsten in Rückenlage trinken. Einfach austesten was bevorzugt wird.
Leicht ist es nicht und man muss gerade die erste Zeit wirklich jede Stunde füttern, aber die Kleinen haben schnell heraus wie es funktioniert. Sie werden zuerst versuchen vor der Pipette zurückzuziehen, aber das lässt sich ganz schnell beheben, in dem man sich einen Tropfen auf den Finger gibt und die Pipette in die Nähe hält. Kommt das Baby in die Milchnähe, dann wird es durch den Duft animiert zu trinken. Die Hopserchen trinken die ersten Tage nur sehr wenig. Es gibt welche die schon mit einem Tropfen glücklich sind. Milch hineinzuzwingen geht meist nach hinten los. Ab den vierten Tag pendelt es sich dann bei 5ml ca. ein, steigert sich konstant weiter. Die Milch sollte eine mittlere Temperatur haben. Dies kann man an der Wange austesten, hat dann weiterhin eine Hand für den Zwerg frei. Zu kalte oder zu warme Milch wird meist abgelehnt. Ich selber habe ein Duftlämpchen umfunktioniert zum Milch-Warmhalten, damit ich Zeit habe für die Zwerge und nicht immer unterbrechen muss. Die Milch darin wird gerade so warm, dass sie in der Pipette im Normalfall gleich die richtige Temperatur hat.
Im Kühlschrank lässt sich Aptamil bis zu 24 Stunden aufbewahren. Als Behälter dafür eignen sich Babyflaschen mit Deckel. An der Luft sollte die Milch nicht länger als eine Stunde stehen und warmgehalten nur ca. 30 Minuten. Danach könnte sie kippen und Magen- oder Darmprobleme beim Hopser verursachen.
Wichtig ist es auch zu beachten das die Babys selber keinen Kot oder Urin absetzen können und der Darm noch nicht richtig alleine arbeitet. Sie müssen ausgestrichen werden! Dazu nimmt man ein weiches Tuch (Tempo oder so etwas) und streicht vom Bauch bis zum After immer wieder sanft drüber bis das Kleine sich entleert hat. Das kann gerade am Anfang eine Weile dauern. Wenn die Kleinen sich an einen gewöhnt haben kommen sie auch an und fangen fiepen wenn sie einmal müssen. Dann drehen sie sich oft auch freiwillig um zum Ausstreichen oder heben den Po an. Das Ausstreichen sorgt auf für eine vermehrte Darmaktivität, so das die Verdauung besser funktioniert. Auch kann man sanft mit dem Finger den Bauch massieren. Das regt zusätzlich an und die meisten Babys empfinden es als angenehm. Hierbei kann man auch eventuelle Verhärtungen oder Aufgasungen erkennen, die das Leben solcher Winzlinge sehr schnell in Gefahr bringen können. Wenn die Kleinen ca. zwei Wochen alt sind sollte man in die Milch Mineralpulver mischen. Zum Beispiel Korvimin. Davon benötigt man nur sehr sehr wenig. Auch Vitamine sind nun durchaus hilfreich. In dieser Zeit wollen viele Kleinen nur noch aufrecht trinken und die Mahlzeiten-Abstände werden nach und nach größer.
Vom Aufziehen mit Dosenmilch halte ich nicht so viel. Dosenmilch ist zum einen eben ein Produkt der Kuh, und die sind ja bekanntlich auch für Menschenbabys nicht zu empfehlen, und zum anderen besteht sie fast ausschließlich nur aus Fett. Nahrhaftes ist deswegen kaum zu finden. Auch ist der Lactosegehalt zu hoch was den Darm des Babys stark belastet und unter anderem zu Durchfall führen kann. Ei, Sahne und Co würde ich persönlich auch nicht einsetzen. Bevor man also dazu greift wäre meiner Meinung nach eine gute Katzenaufzuchtmilch besser. Diese gibt es nur beim Tierarzt, qualitativ minderwertigere im Zooladen. Aptamil birgt aber den Vorteil das es für Menschen entwickelt wurde und dementsprechend einen sehr hohen Qualitätsstandard hat und zum anderen ist Babymilch auch in Notdienstapotheken zu bekommen, was durchaus hilfreich sein kann. Auf alle Fälle die Babys konstant und gleich bleibend ernähren und nicht dauernd die Zutaten wechseln. Bitte nicht zu früh die Aufzuchtmilch absetzen. Die meisten Babys benötigen sie bis zur 10ten, sehr viele durchaus auch bis zur 14ten Woche.
|
[Vorwort] [Vor dem Kauf] [Steckbrief]
[Haltung] [Ernährung] [Zucht] [Krankheiten] [Geschichte]
[Namen] [Stichwortsuche]
[Links] [News] [Chat] [Mail]
[Forum] [Farben] [Bilder] [Globen] [Postkarten]
[Schnappschüsse] [Annoncen] [Gästebuch]
[Cam]
[Impressum]
[Disclaimer]