Sie
leben in den Andenstaaten Peru, Chile, Bolivien und
Argentinien in Höhen bis zu 5000m. Dort herrschen zwischen Tag und Nacht starke
Temperaturschwankungen und die Luftfeuchtigkeit ist recht gering.
Sie leben dort in Gruppen (meist ein Bock und viele Weibchen) und verkriechen sich bei Tag
in Höhlen und Felsspalten der Anden.
Da die Landschaft dort recht karg ist, hat sich der Organismus den Bedingungen gut
angepasst. Sie ernähren sich oft von trockenen Gräsern und höhlen gerne Kakteen aus, um
an das Wasser im Inneren zu kommen.
Anfang des 19ten Jahrhunderts entdeckte man den schönen Pelz der süßen Tiere und jagte
sie, bis sie fast ausgerottet wurden.
Es gelang dann Herrn Chapman ein paar Chinchillas in die USA zu bringen, wo die erste
Zuchtfarm gegründet wurde.
1912 wurde Hans, ein zweijähriger Chinchillabock über einen langen Weg nach Deutschland
gebracht. Von La Serene (Chile) mit dem Schiff nach Coquimbo. Von dort nach Mollendo
(Peru), mit dem Zug übers Gebirge (4.430mhoch) nach Arequipa (2.329m), über den
Titicacasee nach La Paz (Bolivien), dann nach Callao (Hafen von Lima) und übers Meer nach
Panama , Jamaika und New York nach Deutschland. Da reiste er noch mal per Zug von Hamburg
nach Leipzig, wo er dann bis 1923 lebte. Die Reise überstand er gut, was zeigt, dass die
Süßen doch recht widerstandsfähig sind.
13 Chinchillas, die
nach und nach hier einzogen, waren der Grundstamm aller Chinchillas in Deutschland.
Der Bock Hans hingegen wurde nicht einer der Stammväter, da sein ihm
zugedachtes Weibchen verstarb.
So wurden auch in Deutschland Pelztierfarmen gegründet und es bildeten sich auch
die ersten Vereine.
Die Pelztierfarmen schafften es im Laufe der Zeit die Fellqualität und die Größe der
Tiere so zu verändern, dass man die Tiere in freier Wildbahn in Ruhe ließ. Trotzdem sind
die Chinchillas heute noch vom Aussterben bedroht und haben es schwer sich zu erholen, da
sie auch nur wenig Babys bekommen.
Eine Unterart der Chinchillas hat man bis heute noch nicht wieder gesehen:
Das
Königschinchilla.
Andere Unterarten sind bedroht, aber noch zu finden:
Kleines Kurzschwanz-Chinchilla (chinchilla-boliviana)
Langschwanz-Chinchilla (chinchilla-velligera)
Das Langschwanzchinchilla ist es, das auch überwiegend gezüchtet wird.
Inzwischen ist man bestrebt die Tiere wieder auszuwildern (und verzeichnet erste Erfolge),
um die Art zu schützen. Sogar aus deutschen Zuchtfarmen sind Tiere ausgewildert worden.
Auch wenn die Pelztierzüchter oft verdammt werden, ist es doch diesen Züchtern gelungen,
die Tiere vor der völligen Ausrottung zu retten und dafür zu sorgen, dass die frei
lebenden Tiere in Ruhe gelassen werden.
In Deutschland wird Chinchilla - Pelz schon lange kaum noch getragen, aber in Canada und
Russland ist er aufgrund der extremen Kälte immer noch gefragt, was sich wohl auch nicht
so schnell ändern wird. Je teurer er wird, desto begehrter ist er. Wie fast
jeder Artikel der selten wird.
Die Pelztierzüchter haben im Laufe der Jahre viel über die Ernährung und Haltung
herausgefunden, von dem nun die Tiere in Heimtierhaltung profitieren. Auch haben sie inzwischen viele verschiedene Farben heraus gezüchtet, die
sich heute immer größerer Beliebtheit erfreuen und nach und nach die Haushalte
beziehen.... Und je mehr das Chinchilla in die Haushalte
einzieht, desto weniger wird es als Pelz gefragt sein. Ein
kleiner Einblick auf frei lebende Chinchillas wird uns auf den Seiten
von Amy geboten. |